Von Langeweile, Nachprüfungen und Ratlosigkeit

Heya, liebe Leute!

Seit dem 22. März habe ich keine Schule mehr.
Am 12., 15. und 17. April habe ich meine Abiturklausuren in Englisch, Französisch und Mathe geschrieben.
Am 2. Mai hatte ich meine mündliche Prüfung in Pädagogik und war danach einfach nur froh, das alles hinter mir zu haben. Es war nicht sonderlich schön, die ganzen Osterferien durchzulernen, aber irgendwann war es dann ja doch vorbei.
Zwischen den Klausuren und der mündlichen Prüfung konnte ich wenigstens noch meinen Geburtstag feiern und spätestens seit dem 2. Mai hab ich mich so richtig auf die faule Haut gelegt.

Ich hab den ganzen Tag nur TV Serien geguckt, gelesen, gegessen und geatmet. Duh. 😀
Auf den ersten Blick war das ja wirklich ganz cool, aber nach nicht mal einem Monat hängt einem das Ganze schon ziemlich zum Hals raus. An manchen Tagen hab ich keine Lust auf auch nur irgendeins meiner Hobbies und manchmal ist mir wirklich so entsetzlich langweilig, dass ich schon hysterisch werde. So gehe ich natürlich hin und wieder meiner Familie auf die Nerven, aber es ist einfach ne ungewohnte Situation, keine Schule mehr zu haben, während mein Bruder jeden Tag gehen muss (HAHA!).

Aber ich vermisse die Schule. Ich bin ja einer der armen Menschen, die nach 12 Jahren Abi gemacht haben (G8). Ich hätte wirklich freiwillig gut und gerne noch ein Jahr gemacht, weil gerade die Oberstufenzeit eigentlich ziemlich cool war und viel geändert hat, was meinen Freundeskreis betrifft. Abgesehen davon hätte ich das Jahr auch gebraucht, um noch ein bisschen selbstbewusster zu werden und mich besser zu orientieren. Denn im letzten Jahr und bis vor Kurzem hatte ich noch keine Ahnung, was ich überhaupt nach der Schule machen soll. Und das ging wirklich den meisten aus meiner Stufe so. Zuerst dachte ich: Ausbildung. Hatte mehrere Vorstellungsgespräche, aber die meinten alle, ich wäre mit der Ausbildung unterfordert – was wahrscheinlich auch stimmt – und haben mich nicht genommen. Dann dachte ich: Studieren, aber was?
Schwer zu sagen, weil mein Interessenbereich und auch meine Talente ziemlich breit gefächert sind. In der näheren Umgebung gibts einfach nicht so die Studiengänge, die mich ansprechen.
Aaaaber ich habe etwas gefunden (nicht in der Nähe), was ich doch seeehr gut finde und wovon ich inzwischen ziemlich überzeugt bin, dass es echt cool ist und es auch klappen müsste: Technikjournalismus.

Mit meinem Schnitt müsste ich eigentlich locker genommen werden und das wäre auch wirklich cool. Einmal schreibe ich ja sowieso gerne und die Lehrer haben auch schon immer von meiner Sprachfähigkeit geschwärmt, was Texte betrifft. Und außerdem interessiert mich auch der Technikpart. Das Studienfach ist ziemlich breit gefächert und umfasst Radio, Fernsehen, Onlinemagazine und noch viel mehr. Der Studienplan sieht auch echt gut aus, weil natürlich einerseits journalistische Grundlagen dazu gehören, aber auch Mediendesign und technische Fächer. Es gibt Projektwochen und sogar ein Auslandssemester. *_*
Ich bin ziemlich begeistert. Zwar muss ich dafür umziehen, aaber eventuell kann ich bei meiner Tante wohnen, was ich echt gut finde, weil sie ein cooles Haus hat. 😀

Aber bevor ich mich auf all das freuen kann, muss ich…
in die Nachprüfung. Mathe. Mündlich. Was absolut nicht meine Stärke ist.
Weil meine Klausur ZU GUT war. Das muss man erst mal schaffen! 😀
Naja, meine Vornote war nicht ideal und in der Klausur hab ich jetzt ernsthaft ne 1+ rausgehauen. Ich habe nicht viel Lust, mich noch mal hinzusetzen und zu lernen, was übrigens nicht an Mathe liegt, sondern bei jedem anderen Fach auch so wäre. Ich mag Mathe!
Bei einer 2- würde mein Schnitt sinken, aber eigentlich sollte ne bessere Note locker drin sein, wenn ich mir Mühe gebe. In meiner mündlichen Päda Prüfung hatte ich auch überraschenderweise ne 1-. Alsooo werde ich das Teil jetzt auch noch meistern, während alle anderen schon am Strand liegen… und danach gehts dann auch in den Urlaub.
Und darauf kann ich mich dann immerhin freuen.

So ist das. Also dann, Sayonara!