Überraschung

Vor zwei Tagen,  also am 21. April, hatte ich Geburtstag und bin 18 geworden. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was meine Eltern mir schenken wollten. Ein paar Tage vorher hat meine Mutter Andeutungen gemacht, es sei lang und praktisch. Ich hab dann auf ein Bücherregal getippt, weil ich endlich mal wieder neuen Platz für Bücher brauche. Das hat sie natürlich weder verneint noch bestätigt und meinte, man bräuchte aber auch noch was, das auf das Regal drauf kommt: Bücher. Natürlich freue ich mich wirklich immer über Bücher, aber in dem Fall war ich dann doch ein bisschen enttäuscht. Einen Tag später hat sie mir ganz kurz einen Blick auf einen Karton gewährt, um mich zu ärgern. Der Karton war 1,50m hoch, ganz schmal, es stand PHILIPS drauf und ich habe mich gefragt, was zum Teufel da Nützliches drin sein soll. Ein Bücherregal mit Sicherheit nicht.

An meinem Geburtstag hab ich dann diesen Karton bekommen, mit der Anweisung, ich soll von oben anfangen. Hab ich dann natürlich gemacht. Nach tausend zerknüllten Zeitungen war ich ziemlich überzeugt, dass gar nichts da drin war. Mein Arm war nicht mal mehr lang genug, um alles rauszuholen. Und schließlich kam ich dann am Boden des Kartons an: zwei Umschläge. Im ersten: eine Parkscheibe. Im zweiten: ein Autoschlüssel. In dem Moment war mir schon schlecht. Ich wusste eigentlich, dass ein Auto im Moment einfach nicht möglich war, aber da haben meine Eltern wohl eine Ausnahme gemacht. Vor allem hat man mir gesagt, das Auto hat schon seit Tagen in unserer Garage gestanden. Ich bin so oft daran vorbeigegangen und habe nichts geahnt. Das Schönste war noch, dass ich einen Tag vorher zu meiner Mutter gesagt hatte, wie cool es wäre, einfach nur einen Schlüssel zu bekommen und ein Auto mit einer großen Schleife. Und dann ging die Garage auf und ich sah das:

Mein Auto3332wwww2

(Toyota Aygo)

Ich wollte die Schleife erst gar nicht abmachen, musste ich zum Fahren aber dann ja trotzdem. Fakt ist, dass ich mich wirklich gefreut hab und dass diese Überraschung wirklich gelungen war. Ich steh andauernd im Flur und guck mit einem dummen Grinsen aus dem Fenster, um mein Auto zu begutachten. Da war Klein-Freya schon echt happy.

Advertisements